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Die Flüsse von London

Die Flüsse von London

Die Flüsse von London von Ben Aaronovith ist der erste Teil einer fantastischen, skurrilen, witzigen und spannenden Reihe deren Teile ich alle ausnahmslos verschlungen habe. Grade heute Abend habe ich den neusten Teil Der Galgen von Tyborn auf englisch (auf deutsch kommt er Februar 2017 raus) zu Ende gelesen und würde am liebsten direkt weiter lesen.

Die Hauptfigur ist Peter Grant, ein Constable in London und fast fertig mit seiner Ausbildung. Seine Kollegin und er werden zur Sicherung eines Mordtatorts abgestellt. Während die Kollegin Kaffee holt, taucht ein Zeuge auf, der behauptet den Mord gesehen zu haben und detailliert schildern kann. Peter fordert ihn auf, auf der Polizeistation eine Aussage zu machen. Der Zeuge sagt, das das nicht geht, weil er ein Geist ist. Als die Kollegin zurückkommt, verschwindet der Geist.

Peter erfährt am nächsten Tag, dass er einen Schreibtischjob bekommen soll, während seine Kollegin den Traumjob bekommt. Das ist nicht die Laufbahn, die Peter sich vorgestellt hat. So macht er sich auf, den Geist wieder zu finden. Auf Geisterjagd trifft er zufällig auf Chief Inspektor Nightingale, der der letzte Zauberer Englands ist. So kommt es, dass Peter, der magisch begabt ist, in die Spezialeinheit versetzt wird, die aus Nightingale und ihm besteht und zum ersten Zauberlehrling seit 50 Jahren wird. Zaubern hat, wie Peter feststellen muss, hat wenig mit Harry Potter zu tun.

Der Roman hat mich direkt gepackt, ich war von Anfang in der Geschichte drin, die immer komplexer wird. Es werden mehrere Erzählstränge aufgemacht. Es geht nicht nur um die Aufklärung des Mordes sondern auch um einen Revierstreit zwischen den Flussgöttern Mama Themse und Papa Themse, den Peter schlichten soll. Wie Peter mühsam zaubern lernt und dabei so einiges abfackelt.

Zusammen mit Peter, der die Geschichte selbst erzählt, taucht man immer mehr in das fantastische, übernatürliche London ein. Und obwohl Gottheiten, Geister, Wiedergänger, Vampire und im Laufe der Romane noch so einige andere Wesen auftauchen, ist das nicht ein klassischer Fantasy Roman. Es ist wirklich ein Fantasykrimi – ein Thriller, spannend, witzig und skurril.

Die anderen Teile lassen nicht nach. Alle Bücher aus dieser Reihe sind spannend und die Geschichte spinnt sich weiter ohne langweilig zu werden oder sich zu wiederholen.

Auch als Hörbuch ist die Flüsse von London ein Genuss. Die gekürzte Geschichte wird von Dietmar Wunder mit seiner tollen Stimme erzählt.

Weitere Teile aus dieser Reihe sind:

Schwarzer Mond über Soho: RomanEin Wispern unter Baker Street: RomanDer böse Ort: Roman, Fingerhut-Sommer: Roman und ab Februar 2017 auf deutsch Der Galgen von Tyburn: Roman