Kategorie: Bücher

Kinder Musik Werkstatt – Musikinstrumente DIY

Vor bestimmt einem halben Jahr bin ich auf ein Klasse Buch gestoßen. Ich bin ein paar Tage immer wieder am dem Buchladen vorbei gelaufen und hab es mir im Schaufenster begutachtet, bevor ich es gekauft habe. Das Buch heißt Kinder Musik Werkstatt. Man findet klasse Ideen darin, wie man schnell und kindgerecht Musikinstrumente nachbauen kann.

Unsere Mini ist ja eine echte DIY Mini. Immer ganz schnell begeistert. Manchmal fast anstrengend, denn sie holt ihre Bastelbücher immer hervor und möchte am liebsten immer dann basteln, wenn man keine Zeit hat. 😉 Aber ich find es ja toll, dass sie schon so kreativ ist. So ist es eigentlich verwunderlich, dass wir solange gebraucht haben, um mal was aus dem Buch nachzubauen. (Ich frag mich im Nachhinein wie ich sie solange vertrösten konnte!)

Zuerst sind wir auf Kronkorken Sammlung gegangen. Das Team vom Baroco, unserem Stammcafe hat uns fleißig mitgeholfen. Eine tolle Aufgabe auch beim Einkauf darauf zu achten, welche Getränke haben überhaupt noch Kronkorken,  und wie sehen diese aus. Am besten gefällt uns das Camäleon auf den NOW Limonaden oder die schöne Zielscheibe von der Bionade. Mini hat ihre Kronkorken in einer Schuhbox-Schatzkiste gesammelt.

Unser erstes Projekt ist ein Rasselstab. Zu allererst muss man mit einem dicken Nagel Löcher in die Kronkorken hämmern. Ich war erstaunt wie professionell sie das gemacht hat. Sie war richtig mit Feuereifer dabei. War der Nagel zu doll in das Holzbrett eingeschlagen, dann hat sie in fachmännisch mit dem Hammer raus gezogen.

So sieht eine stolze Löcher Hämmerin aus:

Wenn die Löcher gehämmert sind, dann nimmt man immer drei Kronkorken und hämmert sie mit einem Nagel auf die Seite in eine Latte. Dabei musste ich ein bisschen helfen.

Jetzt fehlen nur noch kleine Glöckchen. Die haben wir einfach mit einem Baumwollfaden befestigt. Wir hatten so praktische Löcher in der Latte. Da hab ich eine Seite des Fadens verknotet und danach um die Latte gewickelt. Die Glöckchen sind auf den Faden aufgezogen.

 

Nicht so schlecht, oder? Jetzt wurde erstmal gerasselt.

Mini war auf jeden Fall begeistert. Überrascht hat sie mich dann später noch oben. Sie saß nämlich dann heimlich, still und leise da und hat ihre Rassel noch angemalt. Keine Frage – so sieht es natürlich noch hübscher aus.

Hier hab ich Euch noch ein paar Seiten abfotografiert.

Mein Fazit:

Tolles Buch, leicht umzusetzen, guter Zeitvertreib. Also für alle DIY Musik Fans & Kids eine echte Empfehlung!

Ein Mann namens Ove

Mein Mann Ansgar hat zum Geburtstag das Buch „Ein Mann namens Ove“ von Freunden geschenkt bekommen. Geschrieben hat das Buch Frederik Backman und erschienen ist es im Fischer Verlag. Ansgar ist keine Leseratte und es kommt nicht so oft vor, dass er sich wirklich hinter einem Buch verschanzt und es nicht mehr aus der Hand legt. Aber sein Geburtstag war an einem Samstag und das Wetter sehr schön und so lag er das quasi das ganze Wochenende in der Hängematte und hat gelesen. Er war so begeistert, das er mir teilweise daraus vorgelesen hat und ich musste sehr lachen. Als er fertig war hab ich mir das Buch geschnappt und es in zwei Tagen gelesen. Beim Lesen ist man immer zwischen Lachen und Weinen, tolles Buch.

In dem Buch geht es, wie der Titel schon sagt, um einen Mann namens Ove. Ove ist der Pedant der Siedlung, alles muss seine Ordnung haben. Morgens bevor alle aufstehen dreht er seine Kontrollrunde durch die Siedlung, kontrolliert Garagen, notiert Falschparker, kontrolliert ob der Müll richtig getrennt wurde usw. Entsprechend beliebt ist er in der Siedlung. Seine Frau Sonja ist vor einem halben Jahr gestorben und als er in Frührente geschickt wird sieht er keinen Sinn mehr im Leben und will sich umbringen um zu seiner Sonja zu kommen. Doch Sterben ist gar nicht so einfach. Als Ove gerade den Haken im Wohnzimmer anbringen will nieten die neuen Nachbarn seinen Briefkasten um. So tritt Parvaneh mit ihrem Mann Patrick, den Ove bis zum Ende Trottel nennt, und ihre zwei Töchter in Oves Leben.

Während Ove immer neue Vorbereitungen trifft um zu sterben, bindet Parvaneh ihn immer mehr ein. Und so klappt es einfach nicht mit dem Sterben und die skurrilsten Begebenheiten nehmen ihren Lauf. Man lernt Oves Geschichte kennen und sieht, dass hinter dem pedantischen Gemeckere ein Mann mit einem grossen Herzen steckt.

Uns beiden hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es nur empfehlen. Auf Amazon haben wir gesehen, das „Ein Mann namens Ove“ auch als Film gibt. Weil wir so begeistert vom Buch waren haben wir ihn uns angeguckt. Der Film ist nett, kommt aber an das Buch bei Weitem nicht ran. Es gibt dazu auch ein Hörbuch, als CDs in gekürzter Fassung und als download in ungekürzter Fassung. Ich habe gerade mal die Hörprobe gehört, den Erzähler finde ich echt gut für die Geschichte.

Viel Spass beim Lesen!

 

Die Flüsse von London

Die Flüsse von London

Die Flüsse von London von Ben Aaronovith ist der erste Teil einer fantastischen, skurrilen, witzigen und spannenden Reihe deren Teile ich alle ausnahmslos verschlungen habe. Grade heute Abend habe ich den neusten Teil Der Galgen von Tyborn auf englisch (auf deutsch kommt er Februar 2017 raus) zu Ende gelesen und würde am liebsten direkt weiter lesen.

Die Hauptfigur ist Peter Grant, ein Constable in London und fast fertig mit seiner Ausbildung. Seine Kollegin und er werden zur Sicherung eines Mordtatorts abgestellt. Während die Kollegin Kaffee holt, taucht ein Zeuge auf, der behauptet den Mord gesehen zu haben und detailliert schildern kann. Peter fordert ihn auf, auf der Polizeistation eine Aussage zu machen. Der Zeuge sagt, das das nicht geht, weil er ein Geist ist. Als die Kollegin zurückkommt, verschwindet der Geist.

Peter erfährt am nächsten Tag, dass er einen Schreibtischjob bekommen soll, während seine Kollegin den Traumjob bekommt. Das ist nicht die Laufbahn, die Peter sich vorgestellt hat. So macht er sich auf, den Geist wieder zu finden. Auf Geisterjagd trifft er zufällig auf Chief Inspektor Nightingale, der der letzte Zauberer Englands ist. So kommt es, dass Peter, der magisch begabt ist, in die Spezialeinheit versetzt wird, die aus Nightingale und ihm besteht und zum ersten Zauberlehrling seit 50 Jahren wird. Zaubern hat, wie Peter feststellen muss, hat wenig mit Harry Potter zu tun.

Der Roman hat mich direkt gepackt, ich war von Anfang in der Geschichte drin, die immer komplexer wird. Es werden mehrere Erzählstränge aufgemacht. Es geht nicht nur um die Aufklärung des Mordes sondern auch um einen Revierstreit zwischen den Flussgöttern Mama Themse und Papa Themse, den Peter schlichten soll. Wie Peter mühsam zaubern lernt und dabei so einiges abfackelt.

Zusammen mit Peter, der die Geschichte selbst erzählt, taucht man immer mehr in das fantastische, übernatürliche London ein. Und obwohl Gottheiten, Geister, Wiedergänger, Vampire und im Laufe der Romane noch so einige andere Wesen auftauchen, ist das nicht ein klassischer Fantasy Roman. Es ist wirklich ein Fantasykrimi – ein Thriller, spannend, witzig und skurril.

Die anderen Teile lassen nicht nach. Alle Bücher aus dieser Reihe sind spannend und die Geschichte spinnt sich weiter ohne langweilig zu werden oder sich zu wiederholen.

Auch als Hörbuch ist die Flüsse von London ein Genuss. Die gekürzte Geschichte wird von Dietmar Wunder mit seiner tollen Stimme erzählt.

Weitere Teile aus dieser Reihe sind:

Schwarzer Mond über Soho: RomanEin Wispern unter Baker Street: RomanDer böse Ort: Roman, Fingerhut-Sommer: Roman und ab Februar 2017 auf deutsch Der Galgen von Tyburn: Roman