Kategorie: Backen

Vanillekipferln

Der zweite Advent steht schon vor der Türe und wie die letzen Jahre stolpere ich irgendwie in die Adventszeit. Dieses Jahr kam der erste Advent aber wirklich irgendwie viel zu früh. Ich habe eine Kollegin vertreten und habe deshalb viel mehr als sonst gearbeitet. Die freien Tage sind mit Haushalt gefüllt gewesen und ich war froh noch ein wenig Plätzchen backen unterzubringen. Wir haben nicht all die Sorten gebacken, die wir sonst so backen. Aber Zimtsterne, Linzer Sterne und Vanillekipferl müssen einfach immer sein.

Bei all dem ist in den letzten Wochen der Blog echt vernachlässigt worden. Aber ich wollte mit euch noch meinem heiss geliebtes Rezept für Vanillekipferl teilen. Ich habe beim Zubereiten keine Fotos gemacht, wie gesagt ich habe dieses Jahr wirklich nur so nebenbei gebacken. Aber es ist auch nicht so schwer leckere Vanillekipferl zu machen, das klappt auch ohne viele Fotos.

Vanillekipferl

Zutaten:

  • 50g gemahlene Mandeln
  • 50g gemahlene Haselnüsse
  • 300g Weizenmehl Typ 405 bzw Weissmehl
  • 100g Zucker
  • 200g Butter
  • 2 Eigelbe
  • 1Prise Salz
  • 5Päckchen guten Vanillezucker (oder 50g selbstgemachten)
  • ½ Tasse gesiebten Puderzucker

Zubereitung:

  • Mandeln, Haselnüsse, Mehl, Zucker und Salz mischen
  • Butter in kleine Würfel schreiben und mit den Eigelben zu der Mehlmischung geben
  • mit den Händen oder der Küchenmaschine zügig zu einem Teig verkneten, nur so lange das die Zutaten gut zusammen halten (nicht Überkneten, sonst werden die Vanillekipferl nicht mürbe)
  • den Teig gut eingepackt (mit Folie oder in einer Tupperdose) für mindestens 2Stunden in den Kühlschrank ruhen lassen
  • in der Zwischenzeit Vanillezucker und Puderzucker mischen
  • je nachdem wie gross die Vanillekipferl werden sollen ein Teigstück von der Grösse zwischen einer grossen Haselnuss und Walnuss nehmen
  • das Teigstück kurz in der Hand kneten, zur Kugel formen und aus dieser dann zwischen den Händen zu einer Rolle mit spitzen Enden formen
  • Teigrolle wie einen Halbmond biegen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen
  • unbedingt darauf achten, das in dem geformten Teig keine Risse sind sonst brechen die gebackenen Vanillekipferl sehr schnell
  • Vanillekipferl bei 190°C/Umluft 170°C 10-12 Minuten backen
  • Vanillekipferl noch etwas auskühlen lassen und die noch warmen Vanillekipferl vorsichtig in der Zuckermischung wenden. Der schwierigste Teil ist den Zeitpunkt zu erkennen, wo die Vanillekipferl noch warm genug sind damit der Zucker gut an ihm haften bleibt, und kalt genug damit der Vanillekipferl beim Wenden nicht zerbricht. Ich habe nie auf die Uhr geguckt, aber ich denke, das man die Vanillekipferl mindesten 10min abkühlen lassen sollte.

Hier das Rezept zum Ausdrucken:

Kürbisbrötchen

Wie jedes Jahr gibt es ein Rezept mit Kürbis. Ich experimentiere schon eine Weile mit dem Rezept herum. Die Variante heute ist nur mit Hefe, relativ wenig Gehzeit und schmeckt schon sehr gut. Ich bastel noch an einer Sauerteig- und an einer Übernachtversion herum um dem Brötchen geschmacklich noch mehr Tiefe zu geben. Ansgar meint, ich habe einen Vogel, die Kürbisbrötchen wären auch so schon super. Also kommt hier die einfache Variante:

 

Für die Brötchen braucht man 700g Kürbispüree mit möglichst wenig Wasser drin. Das bekommt man am besten, wenn man Kürbis im Ofen schmort. Welchen Speisekürbis man dafür nimmt ist eigentlich egal. Allerdings färbt der Hokkaido Kürbis den Teig am intensivsten orange. Für das Püree einen ca.1-1,3kg schweren Kürbis in grosse Spalten schneiden und das Innere entfernen. Danach die Kürbisspalten mit 2EL Olivenöl einreiben (evt. mit etwas Rosmarin und Thymian bestreuen), dicht in Alufolie verpacken und dann im Ofen bei 180°C ca.1Stunde lang schmoren. Danach kurz abkühlen lassen. Das Fruchtfleisch mit einem Löffel von der Schale lösen und fein pürieren.

Zutaten für die Kürbisbrötchen:

  • 700g Kürbispüree (Hokkaido färbt den Teig am schönsten orange)
  • 350g Dinkelmehl (Typ 630)
  • 400g Halbweiss oder Ruchmehl (Weizenmehl Typ 1050)
  • 10g Frischhefe
  • 100-150ml Milch (aus dem Kühlschrank oder zimmerwarm)
  • 7g Salz
  • 25g weiche Butter oder Kürbiskernöl, Olivenöl
  • Küchengarn & Mandeln oder Pistazien als Stiele oder
  • 2-4EL klein gehackte Kürbiskerne

Teig zubereiten:

  • Kürbispüree, die beiden Mehlsorten, Hefe und 100ml Milch zu einem geschmeidigem Teig verkneten. Mit der Hand muss man ca.1o min kneten, mit der Maschine reichen meistens 6min. Falls der Teig sich zu trocken anfühlt noch etwas von der Milch unterkneten. Wie viel Milch man braucht kommt darauf an wie feucht das Kürbispüree war
  • Teig 30min abgedeckt gehen lassen
  • Jetzt das Salz und das Fett gut unter den Teig kneten. Der Teig muss schön geschmeidig sein. Falls sich der Teig zu fest anfühlt noch schlückchenweise Milch unterkneten

  • Den Teig abgedeckt 1-2Stunden gehen lassen, bis er sich fast verdoppelt hat
  • Jetzt den Teig in ca. 80g-Portionen teilen und die Portionen rundwirken

  • Die Teiglinge abgedeckt 10min entspannen lassen
  • Küchengarn in ca. 40cm lange Stücke schneiden und 3-4x um die Teiglinge wickeln so das die Schnur nicht zu locker sitzt aber auch noch nicht richtig in den Teigling einschneidet. Dann auf ein mit mit Backpapier belegtes Backblech legen oder:
  • Teiglinge leicht flach drücken, obere Seite befeuchten und mit den gehackten Kürbiskernen bestreuen und auch auf ein Backblech legen
  • Brötchen abgedeckt  1½ – 2½Stunden gehen lassen oder bis die Brötchen sich deutlich vergrößert haben. Wie lange das genau dauert hängt davon ab wie warm es in der Küche ist

 

  • Backofen auf 200°C Ober-Unterhitze/180°C Umluft vorheizen
  • Brötchen 20-25min backen und auf einem Gitter auskühlen lassen

  

  • Wenn die Kürbisbrötchen fast abgekühlt ist, vorsichtig die Schnur lösen und dann Mandeln oder Pistazien als Stiel in die Mitte des Brötchen stecken

Die Brötchen sind wunderbar saftig und schön orange. Auch nur mit Kürbiskernen ein leckerer Hingucker. Die Brötchen lassen sich wunderbar einfrieren. Nach dem auftauen kurz aufbacken (aber wirklich nur kurz, sonst werden sie trocken).

 

Hier ist das Rezept zum ausdrucken:

Kürbisbrötchen

 

Backkurse mit Tom the Baker

Wir lieben Laugengebäck! Deshalb habe ich letzte Woche Donnerstag einen Laugengebäckkurs mit Tom the Baker im Mühlerama gemacht. Das war mein zweiter Backkurs, den ich im Mühlerama gemacht habe. Das Mühlerama ist ein Museum, das eine offene Backstube hat. Ausserdem hat das Mühlerama eine Backschule, in der die verschiedensten Backkurse angeboten werden. Bei allen Kursen sind wir von der wunderbaren Sara betreut worden. Sie hat sich ums Essen & Getränke gekümmert und auch sonst keine Fragen und Anliegen rund um den Kurs & das Mühlerama offen gelassen.

 

Im Laugengebäckkurs haben wir von Tom gelernt worauf es beim Laugengebäck ankommt. Gemeinsam haben wir Bayerische Brezel, Schwäbische Brezel, Dinkel Brezel & Dinkelvollkornbrezel gebacken. Es war spannend zu lernen worauf es bei dem Teig ankommt, wie er sich anfühlen soll. Tom hat uns gezeigt, wie wir Brezel und andere Gebäcke formen können. Was ich überhaupt nicht wusste, ist das man die Gebäcke vor dem Laugen kühlen muss. Auch haben wir gelernt wie und wann man die Laugengebäcke einfrieren und dann frisch aufbacken kann.

Das Laugen war auch spannend. Natürlich muss man beim Laugen Handschuhe tragen. Als ich das Gebäckstück in die Lauge getaucht habe, ist es mit fast wie ein nasses Stück Seife aus den Händen geflutscht. Mit Salz und teilweise auch mit Sesam bestreut, sind unser Laugengebäcke in den Ofen gewandert. Nach dem Backen wurden sie natürlich probiert und für gut befunden.

Der Kurs hat in einer lockeren Atmosphäre statt gefunden. Bei Tom einen Kurs zu machen war lehrreich und hat riesigen Spaß gemacht. So viel Spaß, das ich mich spontan für dem Sauerteigkurs 3 angemeldet habe, den Tom am Wochenende danach im Mühlerama gegeben hat. Zum Glück war noch ein Platz frei 🙂

  

Der Sauerteigkurs war für mich ein gute Mischung aus Praxis und Theorie. Tom hatte Sauerteige aus verschieden Mehlen wie Waldstaudenroggen, Champagner-Roggen, Rotkornweizen dabei. Wir haben gelernt, was das spezielle an den Mehlen ist, worauf man beim Verarbeiten achten muss usw. An den zwei Tagen haben wir unterschiedliche Brote gebacken und dabei geübt wie man die verschieden Teige aufarbeitet und backt.

  

Auch die Theorie ist nicht zu kurz gekommen, zum Glück für mich. In dem Kurs war ich nicht die Einzigste, die schon länger mit Sauerteig backt und die speziellere Fragen hatte. Die Theorie war nicht so Basic wie in den anderen Sauerteigkursen die ich besucht habe. Außerdem hat Tom es wirklich super geschafft, die verschieden Niveaus der Teilnehmer unter einem Hut zu bekommen.

  

Tom hat bereitwillig und mit guter Laune alle Fragen beantworten. Das hat dann dazu geführt das ihm fast jeder Teilnehmer in jeder Ecke Fragen gestellt hat, die Tom ihm dann beantwortet hat. Ich hätte Tom am liebsten ein Mikrofon angeklemmt und alles aufgenommen damit ich nichts verpasse. Wenn es spannend für alle war, hat Tom die Frage für alle laut beantwortet. Das hat das Ganze zwischendrin ein bisschen chaotisch gemacht, ich muss meine ganzen Notizen erst mal ordnen 😉

 

Wir hatte aber auch „Theorieblöcke“ wo wir am Tisch gesessen haben und Tom uns alles Wichtige beigebracht hat, damit wir unsere eigenen Rezepte entwicklen können. Das haben wir gemacht, indem wir als Kurs gemeinsam ein Rezept entwickelt und das passende Brot dazu gebacken haben.

  

Mit diversen Broten, viel neuem Wissen und guter Laune bin ich nach Hause gefahren. Ich kann Kurse mit Tom the Baker nur empfehlen – er ist super sympathisch und schafft es eine lockere und lehrreiche Atmosphäre zu schaffen. Nach zwei Kursen mit ihm bin ich echt begeistert und freue mich schon auf den „Stollen – Panettone – Brioche – Kurs“, den ich in zwei Wochen bei Tom the Baker & Manfred Schellin machen werde.

 

 

Zahlenkuchen

Frederik ist dieses Jahr 12 geworden und er macht zu seinem Geburtstag gerne Ausflüge. Dieses Jahr war ein Ausflug mit Picknick geplant. Deshalb musste ein Kuchen her, der gut aussieht und als Nachtisch bei einem Picknick ohne Teller und Gabel gegessen werden kann. Unser Zitronenblechkuchen war dafür perfekt geeignet und musste nur noch gepimpt werden. Dieses Jahr wollte ich mal einen Zahlenkuchen testen. Auf Pinterest haben mir die mit Schokoglasur und „Smartieszahlen“ sehr gut gefallen

Statt auf dem Blech habe ich den Zitronenkuchen einfach in einer quadratischen Springform gebacken und auskühlen lassen. Dann habe ich Zahlen in der richtigen Grösse ausgedruckt und ausgeschnitten. Die Zahlen habe ich mit Zahnstochern auf dem Kuchen fixiert. Aber das war eigentlich gar nicht nötig, die Zahlen haben auch so gut gehalten. Mit einem kleinen scharfen Messer die Zahlen entlang der Papierzahlen in den Kuchen ritzen. Die Papierzahlen vom Kuchen nehmen und die Zahlen aus den Kuchen schneiden.

  

Da ich meine Zahlen nicht mit Smarties oder M&Ms sondern mit Zuckerperlen füllen wollte, musste ich meine Zahlen nicht so tief aus dem Kuchen schneiden – es waren ca. 0,5cm.

Den Guss kann man nur mit Zitronensaft und Puderzucker machen oder mit Eiweiss, Puderzucker und einem Spritzer Zitronensaft. Damit die Zahlen sich besser vom Guss abheben, habe ich den Guss mit Eiweiss gemacht, da er weisser wird als der Guss mit Zitronensaft und Puderzucker.

Dazu ein ganz frisches Eiweiß steif schlagen, einen Spritzer Zitronensaft unterrühren und nach und nach ca. 250g gesiebten Puderzucker unterziehen. Die Puderzuckermenge variiert, je nachdem wie gross das Ei war. Der Zuckerguss muss dickflüssig bis zäh sein. Er muss sich noch gut verteilen lassen ohne zu schnell vom Kuchen runter zu laufen.

Den Kuchen möglichst glatt glasieren, auch die Zahlen – damit die Zuckerperlen besser halten. Dann vorsichtig Zuckerperlen in die ausgeschnittenen Zahlen füllen. Mir sind ein paar voll daneben gegangen 😉 Ich hab sie mit einem Zahnstocher runtergepickt und musste dann noch mal drüber glasieren. Danach war der Guss nicht mehr ganz so glatt. Das Einfüllen der Zuckerperlen ging am besten mit einem Espressolöffel. Die Glausur noch trocknen lassen und schon ist der Zahlenkuchen fertig.

  

Einen Zahlenkuchen zu machen war viel einfacher als ich gedacht habe. Sieht er auf dem Geburtstagstisch nicht fabelhaft aus?

 

Backpapier für die Kastenform zuschneiden

Eigentlich fette ich meine Backformen immer nur mit Butter ein und die Brote und Kuchen flutschen nur so aus der Form. Aber nachdem ich mir zwei meiner Formen ruiniert habe und zu geizig war um mir neue Kastenformen zu kaufen, habe ich mich damit auseinander gesetzt wie man Backpapier vernünftig in eine Kastenform bekommt.

Dabei ist Backpapier für die Kastenform zuzuschneiden total simpel – wenn man weiss wie es geht.

Das Backpapier muss quasi von allen vier Seiten auf die Grösse des Bodens der Kastenform gefaltet werden. Und das geht so:

Die Kastenform auf die lange Seite legen und die „Höhe“ der Form markieren und einfalten. Dann die Form an der Faltkante auf den Formboden stellen und wieder markieren und einfalten. An der Faltkante auf die nächste Seite legen, markieren und einfalten. An der letzten Faltkante das Backpapier abschneiden.

 

 

Jetzt die Form zwischen die zwei Faltkanten stellen und das Backpapier an den Kanten der kurzen Seiten der Backform markieren und einfalten. Kastenform zur Seite stellen. Wie das Backpapier aussehen sollte, seht ihr unten auf dem rechten Foto.

 

Jetzt wird das Backpapier von den schmalen Seiten an der Faltkante eingeschnitten, insgesamt sind vier Einschnitte nötig.

Das Backpapier so in die Kastenform legen, das das mittlere Stück innen liegt.

 

So passt sich das Backpapier der Kastenform noch besser an, da die Form ja noch oben hin breiter wird. Der Teig lässt sich so besser verteilen.

  

Wenn man das ein paar Mal gemacht hat, klappt das auch ohne markieren, nur mit falten und einschneiden.

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Bunte Grissini

Freunde von uns haben vor ein paar Wochen geheiratet und mich gebeten für ihr Buffet Brot zu backen. Ich habe einige Brote gebacken und wollte aber noch etwas peppiges machen. Wir essen unglaublich gerne Grissini und in einem meiner Brotbackbücher habe ich ein Rezept für bunte Brotsticks gefunden. Ich habe es ein wenig umgewandelt und es sind ganz tolle bunte Grissini dabei herausgekommen. Es ist ein Rezept das auch super geeignet ist, um Reste von der Sauerteigauffrischung zu verarbeiten statt sie weg zu schmeissen.

Das Grundrezept ist:

  • 280g Halbweissmehl bzw. Weizenmehl Type 55o
  • 1 grosszügige Prise Salz
  • 140g Flüssigkeit (verschiedene Varianten siehe unten)
  • 35g Olivenöl, Gänseschmalz oder Kokosöl (jedes Fett gibt eine andere Note im Geschmack)
  • 55g aktiver Sauerteig TA 200 (egal ob Roggen oder Weizensauerteig)

Alle Zutaten zu einem Teig mischen und gut durchkneten (bis er gut durchgefärbt ist). In einer Schüssel mit Klarsichtfolie abgedeckt bei Raumtemperatur 3Stunden gehen lassen.

Den Backofen auf 200°C Ober/Unterhitze bzw. 180°C Umluft vorheizen. Backbleche mit Backpapier auslegen.

 

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 5mm dünn ausrollen und ich ca.5mm dicke Streifen schneiden. Die Streifen vorsichtig einzeln rollen bis die Länge von der kurzen Seite vom Backblech haben. Die Grissini eng beieinander aufs Blech legen, dabei dürfen sie sich aber nicht berühren. Jetzt 14-18Minuten lang backen (je nachdem wie dick die Grissini sind), auf einem Gitter abkühlen lassen. Die Grissini sind luftdicht verpackt einige Tage haltbar.

Die Grissini schmecken auch pur sehr lecker. Um die Grissini schön bunt zu bekommen kann man verschieben Flüssigkeiten nehmen – Rote Beete Saft, Karotten- oder Petersiliensaft färben den Teig wunderschön ein. Die Grissini schmecken leicht nach der jeweiligen Flüssigkeit die man wählt, aber nicht so doll das es zu intensiv wäre. Mich hat erstaunt, das am Backtag die Petersilien Grissini am intensivsten geschmeckt haben.

von vorne rechts rum: mit Schwarzkümmel, Rote Beete Saft, getrockneten Tomaten, Petersiliensaft und Karottensaft & Kurkuma

Ich bin jedes Mal wieder ganz begeistert, wenn ich Teig so einfärbe. Hier kommen die verschieden Varianten:

Pur: 140g Wasser

Saatenvariante: 140g Wasser und  2TL kleine Samen wie Sesam, Leinsamen oder Schwarzkümmel unter den Teig mischen.

Rote-Beete-Saft Variante: 140g Rote-Beete-Saft

Tomaten Variante: 50g getrocknete Tomaten in etwas Wasser mehrere Stunden einweichen, Tomaten abgiessen und das Einweichwasser auffangen. Die Tomaten in ca. 50g Tomatensaft und 50g von dem Einweichwasser pürieren. Von der Flüssigkeit 140g abwiegen und mit den anderen Zutaten zu einem Teig verarbeiten.

Petersilien Variante: 140g Petersiliensaft. Da es nirgendwo Petersiliensaft zu kaufen gibt und ich keinen Entsafter besitze, habe ich 2 Bund Petersilie mit etwas Wasser in meinem Blender quasi klein püriert. Ich habe nach und nach kleine Mengen Wasser unter die Petersilie gegeben, so das gerade ein homogener Saft entstanden ist, der aber nicht verwässert wurde. Von dem fertigen Saft 140g abwiegen und weiter sofort verarbeiten.

Karottensaft Variante: 140g Karottensaft, 1TL Kurkuma

Da die Grissini für eine Hochzeit waren habe ich aus einigen Teigstreifen nach dem rollen Herzen geformt uns die dann gebacken, sehen die nicht toll aus?

 

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Osterhäschen

Schon seit langem waren die Osterhäschen auf meiner To-Try-Liste, weil ich sie unglaublich süss finde, aber irgendwie bin nie dazu gekommen. Nachdem die Osterhäschen jetzt auch in dem neuem Brot-Magazin (eine tolle Zeitschrift rund ums Brot backen) waren habe ich sie endlich ausprobiert. Im Brot Magazin ist ein sehr leckeres Rezept mit Lievito Madre (das ist ein sehr fester Weizensauerteig) ohne Hefe aber man kann die Osterhäschen auch mit einem ganz normalen Hefeteig machen.

Ich habe richtig Spass gehabt und war ganz begeistert von meinen Osterhäschen. Als meine Jungs um die Ecke gekommen sind haben sie mich allerdings gefragt warum ich Schnecken backe 😉 Auf der Arbeit habe ich den Kindern in der Tagesschule Fotos von meinen Osterhäschen gezeigt und sie haben auch entweder Schnecken oder Fische gesehen. Ich denke das liegt daran, das ich die Ohren meiner Häschen zu spitz geformt habe. Laut meinen Jungs war das der „Schneckenhase“, der als ehestes wie ein Osterhase aussieht:

Um die Osterhäschen zu backen stellt man zuerst den Hefeteig seiner Wahl her. Ihr könnt ihr z.B. das Rezept von unserem Butterzopf nehmen. Der Hefeteig muss gehen bis er sich verdoppelt hat, das dauert je nach Rezept und Hefemenge unterschiedlich lang. Jetzt vom Teig Teigstücke von ca. 60g für die Häschen und Teigstücke von ca. 10g für die Schwänze abstechen. Abwiegen lohnt sich, dann sind alle Häschen gleichzeitig fertig gebacken.

Alle Teigstücke zu Kugeln formen. Die 60g Teigstücke länglich vorformen und dann 10 Minuten entspannen lassen. Häschen wie im Video gezeigt formen und auf ein Backblech mit Backpapier legen. Wer nicht Gefahr laufen will, das die Osterhäschen für Schnecken gehalten werden, sollte die Enden der Teigstränge nicht so spitz rollen wie ich es gemacht habe.

Die Osterhäschen das erste Mal mit Ei-Anstrich bestreichen. Für den Ei-Anstrich kann man entweder ein Ei mit 1ELMilch verrühren oder 1 Ei, 1EL Sahne, je 1Prise Salz & Zucker verrühren und durch ein feines Sieb streichen. Beide Ei-Anstriche sind sehr lecker. Die Häschen 30-60min gehen lassen (hängt vom verwendetem Rezept ab) – die Häschen sollten etwas aufgegangen sein.

Den Backofen auf 190°C Ober/Unterhitze oder 170°C Umluft vorheizen. Die Osterhäschen nach dem Gehen noch mal mit Ei-Anstrich betreichen. Wenn man möchte kann man die Schwänzchen jetzt mit Hagelzucker bestreuen. Die Osterhäschen ca. 20min backen.

Wenn man möchte, das der Hagelzucker auf den Schwänzchen schneeweiss bleibt, kommt er erst nach dem Backen drauf. Im Brot Magazin war dafür ein toller Tip: Die Hasenschwänzchen mit Ahornsirup oder flüssigem Honig bestreichen und dann mit Hagelzucker bestreuen.

 

 

 

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Quiche mit Dinkelvollkornteig

Ohhhhh kennt ihr so Tage, wo man auf was bestimmtes Hunger hat??? Den hatte ich letztens und zwar auf ne Quiche. Okay zum Glück hatte ich alles da außer Weizenmehl. Nicht weiter schlimm hab ich mir gedacht und den Teig dann einfach mit Dinkel Vollkornmehl gemacht. Und ich muss sagen es war lecker. Meine beiden Männer zuhause habe das sogar auch total gerne gegessen.

Aber nun zum Rezept!!!

Das Rezept Quiche mit Dinkelvollkornteig:

                 Zutaten für den Teig:

  • 200g weiche Butter
  • eine Prise Zucker
  • etwas Salz und Pfeffer
  • 1 TL Kräuter der Provence
  • Zitronenschale von einer halben Zitrone
  • 1 Ei
  • 300g Dinkel Vollkornmehl 

                     Zutaten für die Füllung: 

  • zwei Stangen Lauch
  • 1 Knoblauchzehe
  • zwei rote Spitzpaprika
  • 8 kleine Tomaten
  • 100g geriebener Käse
  • 3 Eier
  • 75g Schlagsahne
  • 150g Creme Fraiche 
  • 150g Speckwürfel

            Zubereitung:

Weiche Butter, Ei, Salz, Pfeffer, Kräuter und Zucker zusammen kneten. Danach das Mehl über die Buttermischung sieben und zu einen Teig kneten. Den Teig nicht zu lange kneten, nur das so das die Zutaten sich gerade verbinden. Der Teig wird sonst beim backen nicht mürbe.

 Jetzt wird der Teig in ein Stück Folie gepackt und mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank gestellt. Ich habe extra den Teig abends für den nächsten Tag vorbereitet.  Aber man kann ihn auch morgens machen und dann abends verarbeiten.

Nun wird der Teig aus den Kühlschrank genommen und mit etwas Mehl zur gewünschten Dicke ausgerollt und dann in die Form gelegt. Mit einer Gabel hab ich ein paar Löcher rein gestochen.

Lauch und Spitzpaprika putzen und in Scheiben schneiden. Tomaten halbieren oder vierteln. Knoblauch pressen oder dünn in Scheiben schneiden und zusammen mit Lauch, Spitzpaprika, Tomaten und Speckwürfeln auf dem Teig verteilen. Käse, Creme Fraiche, Sahne & Eier in eine Schüssel tun, verrühren und über das Gemüse giessen.

Nun kann die Quiche in den Ofen. Den Backofen habe ich auf 200 Grad vorgeheizt. Die Quiche braucht bei 200 Grad etwa 40 – 45 Minuten bis sie fertig ist.

So  sieht sie fertig aus. Wenn ihr die Quiche als Vorspeise braucht reicht es für 8 Personen. Wenn ihr zum Hauptgang essen wollt mit ein bunten gemischten Salat reicht die Quiche für 4 Personen.

Mein Tipp: Wir freuen uns immer wenn was von der Quiche übrig bleibt, da es am nächsten Tag noch besser schmeckt.

Habt ihr eine Lieblings Füllung? Freue mich, wenn ihr das in den Kommentaren hinterlasst und ich es beim nächsten mal ausprobieren kann.

Jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim nachmachen! Und lasst es euch schmecken.

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Christbaumkugeln aus Lebkuchen

Letztes Jahr habe ich mir das Buch Kekskunst gekauft und es ist nachdem ich es mal kurz durch geblättert habe in meinem Regal gelandet. Da besagtes Regal mittlerweile aus allen Nähten platzt habe ich es vor ein paar Wochen mal aussortiert. Jedes Backbuch habe ich mir genauer angeschaut und entschieden ob es bleiben darf oder nicht. In dem Buch Kekskunst habe ich Christbaumkugeln aus Lebkuchen entdeckt.

Ich fand die Idee so toll, das ich dieses Jahr mit den Christbaumkugeln aus Lebkuchen in die Weihnachtsbäckerei gestartet bin. Man braucht Lebkuchen, der nach dem backen hart wird, sehr dickflüssigen Zuckerguss und Silikonformen, die halb rund sind. Die Autorin nimmt Silikonformen mit ca. 7cm Durchmesser, sowas habe ich nicht zu Hause und ich war zu geizig sie mir extra dafür zu kaufen. Beim Ikea habe ich eine Silikonform für Cakepops für unter 6CHF gefunden und sofort zugeschlagen.

Normalerweise poste ich keine Rezepte 1:1 aus Koch- oder Backbüchern, aber die Rezepte für Lebkuchen, die nach dem Backen hart werden sind sich so ähnlich, das ich hier mal eine Ausnahme mache. Ihr könnt natürlich auch ein eigenes Rezept nehmen. Wenn ich Zeit habe werde ich das Ganze mal mit Butterplätzchen ausprobieren. Ich kann mir vorstellen das das auch gut funktioniert. Die Rezepte für Lebkuchen und Zuckerguss stelle ich ans Ende meines Blogposts.

Also, ihr braucht eine Portion Lebkuchen. Laut Anleitung musste meine Silikonform eingefettet werden, das habe ich auch erst mal gemacht. Den Lebkuchenteig portionsweise  7mm dick ausrollen und Kreise, die ca. 2cm grösser sind als der Durchmesser der Silikonform, ausstechen. Dann auf die Silikonform legen und darauf achten das der Teig schön glatt ist. Bei meiner Form waren die Halbkreise so nah beieinander, das ich die Teigkreise versetzt auf die Form getan habe damit sie nicht zusammen backen. Jetzt nach Anleitung (bei mir ca. 10min bei 200°C) backen und auf der Form fast komplett auskühlen lassen bevor man die Halbkugeln von der Form nimmt. Ich habe das Ganze mehrere Mal gemacht, bis mein Teig aufgebraucht war.

Nach dem Auskühlen die Kanten der Halbkugeln bei Bedarf mit einer Zitronenreibe begradigen.

  

Jetzt einen wirklich dicken Zuckerguss anrühren. Ich mache Zuckerguss zum dekorieren von Plätzchen immer mit frischem Eiweiss, Puderzucker und ein bisschen Zitronensaft. ¼ – ⅓ vom Zuckerguss abfüllen und mit brauner Lebensmittelfarbe so braun färben, das der Zuckerguss ungefähr die Farbe von dem Lebkuchen hat. In einen Spritzbeutel füllen und in den Kühlschrank legen. Den weissen Zuckerguss mit Zitronensaft tröpfchenweise so verdünnen, das der Zuckerguss weich und zähflüssig ist, auch in einen Spritzbeutel füllen und die Spitze abschneiden.

Je zwei Halbkugeln im gleichen Muster verzieren, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Den Zuckerguss mehre Stunden trocknen lassen.

Jetzt Zahnstocher in drei Teile teilen. Bei grösseren Kugeln braucht man grössere Teile vom Zahnstocher. Das gewünschte Schleifenband zu Schlaufen um ein Stück von dem Zahnstocher knoten. Ruhig einen schönen dicken Doppelknoten machen. Der Zahnstocher und der Knoten sorgen dafür das das Schleifenband nicht aus der Kugel rutscht.

Vom Spritzbeutel mit dem braunen Zuckerguss die Spitze abschneiden. Die passenden Hälften der Halbkugeln nehmen und auf den Rand der einen Hälfte den braunen Zuckerguss spritzen.

  

Das Schleifenband wie auf dem Foto positionieren. Das um den Zahnstocher geknotete Ende in die Kugel rein legen und dann die passende andere Halbkugel drauf setzen und vorsichtig fest drücken. Das Schleifenband dabei ein wenig straff ziehen damit es richtig sitzt.

 

Die „Fugen“ der Christbaumkugel bei Bedarf noch mit braunem Zuckerguss füllen und glatt streichen. Gut trocknen lassen – fertig sind die Christbaumkugeln.

Hier kommen noch die Rezepte, die ich benutzt habe:

Honiglebkuchen

150g Honig, 100g brauner Zucker, 100g Butter, 350g Mehl, ½ Päckchen Backpulver, 50g gemahlene Mandeln, 1 EL Lebkuchengewürz, 1 TL Zimtpulver, 1 EL Backkakao, 1 Prise Salz, 1 Ei

Honig, Zucker und Butter bei mittlerer Hitze langsam erhitzen bis der Zucker sich aufgelöst hat. In die Schüssel der Küchenmaschine geben und kurz abkühlen lassen. Mehl, Backpulver, Mandeln, Gewürze, Kakao und Salz mischen. Honigmischung, Mehlmischung und Ei mit dem Knethaken der Küchenmaschine (oder des Handrührgeräts) verkneten. Backofen auf 220°C (Umluft 180°C) vorheizen. Lebkuchen portionsweise ca. 7mm dick ausrollen, Motive ausstechen, ca. 10min backen.

Eiweiss-Zuckerguss

2 frische Eiweiß, 500g gesiebtes Puderzucker, Saft von ½ Zitrone

Eiweiße in einer fettfreien Schüssel steif schlagen. Puderzucker & 1EL Zitronensaft  unterrühren und mindesten weitere 5 Minuten zu einem steifen, glänzenden Zuckerguss verrühren. Der Zuckerguss ist wirklich sehr dickflüssig, fast wie Zahnpasta. Einen Teil zur Seite tun und mit Lebensmittelfarbe braun einfärben. Den restlichen Zuckerguss mit Zitronensaft tröpfchenweise verdünnen bis er weicher und zähflüssig ist. Er muss beim aufspritzen noch seine Form behalten und darf nicht verlaufen. Mit dem Zuckerguss könne die Halbkugeln verziert werden.

 

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Brotbackbasics: Sauerteig verkrümeln (zur Sauerteigsicherung)

Vor dem Urlaub in den Sommerferien musste mein Sauerteig gesichert werden. Sonst habe ich ihn immer getrocknet und dann reaktiviert. Das hat bei mir ganz gut geklappt, aber in dem  Sauerteigbackkurs, den ich letztes Jahr gemacht habe, habe ich gelernt, das das Trocknen nicht unbedingt die beste Variante ist Sauerteig zu sichern.

Deshalb wollte ich dieses Jahr mal etwas anderes probieren – Sauerteig verkrümeln. Das geht ganz einfach und sogar schneller als Sauerteig zu trocknen. Und im Kühlschrank sind die Sauerteigkrümel bis zu 3 Monate haltbar.

Um Sauerteig zu verkrümeln, den Sauerteig mit passendem Mehl verrühren (also Roggenmehl für Roggensauerteig, Weizenmehl für Weizensauerteig). Wenn der Sauerteig schon etwas fester ist, noch mehr Mehl zufügen und dann zwischen den Händen verreiben bis man kleine trockenen Sauerteigkrümel hat.

Zum reaktivieren die Sauerteigkrümel mit Wasser und ein bisschen Mehl zu einer breiigen Masse verrühren. Das ganze irgendwohin stellen, wo es schön warm aber nicht heiss ist. Nach 2-8 Stunden ist Brei aktiv und kann als Anstellgut zum Ansetzen von Sauerteig genutzt werden. Nach zwei mal auffrischen war der Sauerteig bei mir wieder so aktiv wie vor den Ferien.

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