Schlagwort: backen

Bunte Grissini

Freunde von uns haben vor ein paar Wochen geheiratet und mich gebeten für ihr Buffet Brot zu backen. Ich habe einige Brote gebacken und wollte aber noch etwas peppiges machen. Wir essen unglaublich gerne Grissini und in einem meiner Brotbackbücher habe ich ein Rezept für bunte Brotsticks gefunden. Ich habe es ein wenig umgewandelt und es sind ganz tolle bunte Grissini dabei herausgekommen. Es ist ein Rezept das auch super geeignet ist, um Reste von der Sauerteigauffrischung zu verarbeiten statt sie weg zu schmeissen.

Das Grundrezept ist:

  • 280g Halbweissmehl bzw. Weizenmehl Type 55o
  • 1 grosszügige Prise Salz
  • 140g Flüssigkeit (verschiedene Varianten siehe unten)
  • 35g Olivenöl, Gänseschmalz oder Kokosöl (jedes Fett gibt eine andere Note im Geschmack)
  • 55g aktiver Sauerteig TA 200 (egal ob Roggen oder Weizensauerteig)

Alle Zutaten zu einem Teig mischen und gut durchkneten (bis er gut durchgefärbt ist). In einer Schüssel mit Klarsichtfolie abgedeckt bei Raumtemperatur 3Stunden gehen lassen.

Den Backofen auf 200°C Ober/Unterhitze bzw. 180°C Umluft vorheizen. Backbleche mit Backpapier auslegen.

 

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 5mm dünn ausrollen und ich ca.5mm dicke Streifen schneiden. Die Streifen vorsichtig einzeln rollen bis die Länge von der kurzen Seite vom Backblech haben. Die Grissini eng beieinander aufs Blech legen, dabei dürfen sie sich aber nicht berühren. Jetzt 14-18Minuten lang backen (je nachdem wie dick die Grissini sind), auf einem Gitter abkühlen lassen. Die Grissini sind luftdicht verpackt einige Tage haltbar.

Die Grissini schmecken auch pur sehr lecker. Um die Grissini schön bunt zu bekommen kann man verschieben Flüssigkeiten nehmen – Rote Beete Saft, Karotten- oder Petersiliensaft färben den Teig wunderschön ein. Die Grissini schmecken leicht nach der jeweiligen Flüssigkeit die man wählt, aber nicht so doll das es zu intensiv wäre. Mich hat erstaunt, das am Backtag die Petersilien Grissini am intensivsten geschmeckt haben.

von vorne rechts rum: mit Schwarzkümmel, Rote Beete Saft, getrockneten Tomaten, Petersiliensaft und Karottensaft & Kurkuma

Ich bin jedes Mal wieder ganz begeistert, wenn ich Teig so einfärbe. Hier kommen die verschieden Varianten:

Pur: 140g Wasser

Saatenvariante: 140g Wasser und  2TL kleine Samen wie Sesam, Leinsamen oder Schwarzkümmel unter den Teig mischen.

Rote-Beete-Saft Variante: 140g Rote-Beete-Saft

Tomaten Variante: 50g getrocknete Tomaten in etwas Wasser mehrere Stunden einweichen, Tomaten abgiessen und das Einweichwasser auffangen. Die Tomaten in ca. 50g Tomatensaft und 50g von dem Einweichwasser pürieren. Von der Flüssigkeit 140g abwiegen und mit den anderen Zutaten zu einem Teig verarbeiten.

Petersilien Variante: 140g Petersiliensaft. Da es nirgendwo Petersiliensaft zu kaufen gibt und ich keinen Entsafter besitze, habe ich 2 Bund Petersilie mit etwas Wasser in meinem Blender quasi klein püriert. Ich habe nach und nach kleine Mengen Wasser unter die Petersilie gegeben, so das gerade ein homogener Saft entstanden ist, der aber nicht verwässert wurde. Von dem fertigen Saft 140g abwiegen und weiter sofort verarbeiten.

Karottensaft Variante: 140g Karottensaft, 1TL Kurkuma

Da die Grissini für eine Hochzeit waren habe ich aus einigen Teigstreifen nach dem rollen Herzen geformt uns die dann gebacken, sehen die nicht toll aus?

 

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Osterhäschen

Schon seit langem waren die Osterhäschen auf meiner To-Try-Liste, weil ich sie unglaublich süss finde, aber irgendwie bin nie dazu gekommen. Nachdem die Osterhäschen jetzt auch in dem neuem Brot-Magazin (eine tolle Zeitschrift rund ums Brot backen) waren habe ich sie endlich ausprobiert. Im Brot Magazin ist ein sehr leckeres Rezept mit Lievito Madre (das ist ein sehr fester Weizensauerteig) ohne Hefe aber man kann die Osterhäschen auch mit einem ganz normalen Hefeteig machen.

Ich habe richtig Spass gehabt und war ganz begeistert von meinen Osterhäschen. Als meine Jungs um die Ecke gekommen sind haben sie mich allerdings gefragt warum ich Schnecken backe 😉 Auf der Arbeit habe ich den Kindern in der Tagesschule Fotos von meinen Osterhäschen gezeigt und sie haben auch entweder Schnecken oder Fische gesehen. Ich denke das liegt daran, das ich die Ohren meiner Häschen zu spitz geformt habe. Laut meinen Jungs war das der „Schneckenhase“, der als ehestes wie ein Osterhase aussieht:

Um die Osterhäschen zu backen stellt man zuerst den Hefeteig seiner Wahl her. Ihr könnt ihr z.B. das Rezept von unserem Butterzopf nehmen. Der Hefeteig muss gehen bis er sich verdoppelt hat, das dauert je nach Rezept und Hefemenge unterschiedlich lang. Jetzt vom Teig Teigstücke von ca. 60g für die Häschen und Teigstücke von ca. 10g für die Schwänze abstechen. Abwiegen lohnt sich, dann sind alle Häschen gleichzeitig fertig gebacken.

Alle Teigstücke zu Kugeln formen. Die 60g Teigstücke länglich vorformen und dann 10 Minuten entspannen lassen. Häschen wie im Video gezeigt formen und auf ein Backblech mit Backpapier legen. Wer nicht Gefahr laufen will, das die Osterhäschen für Schnecken gehalten werden, sollte die Enden der Teigstränge nicht so spitz rollen wie ich es gemacht habe.

Die Osterhäschen das erste Mal mit Ei-Anstrich bestreichen. Für den Ei-Anstrich kann man entweder ein Ei mit 1ELMilch verrühren oder 1 Ei, 1EL Sahne, je 1Prise Salz & Zucker verrühren und durch ein feines Sieb streichen. Beide Ei-Anstriche sind sehr lecker. Die Häschen 30-60min gehen lassen (hängt vom verwendetem Rezept ab) – die Häschen sollten etwas aufgegangen sein.

Den Backofen auf 190°C Ober/Unterhitze oder 170°C Umluft vorheizen. Die Osterhäschen nach dem Gehen noch mal mit Ei-Anstrich betreichen. Wenn man möchte kann man die Schwänzchen jetzt mit Hagelzucker bestreuen. Die Osterhäschen ca. 20min backen.

Wenn man möchte, das der Hagelzucker auf den Schwänzchen schneeweiss bleibt, kommt er erst nach dem Backen drauf. Im Brot Magazin war dafür ein toller Tip: Die Hasenschwänzchen mit Ahornsirup oder flüssigem Honig bestreichen und dann mit Hagelzucker bestreuen.

 

 

 

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Quiche mit Dinkelvollkornteig

Ohhhhh kennt ihr so Tage, wo man auf was bestimmtes Hunger hat??? Den hatte ich letztens und zwar auf ne Quiche. Okay zum Glück hatte ich alles da außer Weizenmehl. Nicht weiter schlimm hab ich mir gedacht und den Teig dann einfach mit Dinkel Vollkornmehl gemacht. Und ich muss sagen es war lecker. Meine beiden Männer zuhause habe das sogar auch total gerne gegessen.

Aber nun zum Rezept!!!

Das Rezept Quiche mit Dinkelvollkornteig:

                 Zutaten für den Teig:

  • 200g weiche Butter
  • eine Prise Zucker
  • etwas Salz und Pfeffer
  • 1 TL Kräuter der Provence
  • Zitronenschale von einer halben Zitrone
  • 1 Ei
  • 300g Dinkel Vollkornmehl 

                     Zutaten für die Füllung: 

  • zwei Stangen Lauch
  • 1 Knoblauchzehe
  • zwei rote Spitzpaprika
  • 8 kleine Tomaten
  • 100g geriebener Käse
  • 3 Eier
  • 75g Schlagsahne
  • 150g Creme Fraiche 
  • 150g Speckwürfel

            Zubereitung:

Weiche Butter, Ei, Salz, Pfeffer, Kräuter und Zucker zusammen kneten. Danach das Mehl über die Buttermischung sieben und zu einen Teig kneten. Den Teig nicht zu lange kneten, nur das so das die Zutaten sich gerade verbinden. Der Teig wird sonst beim backen nicht mürbe.

 Jetzt wird der Teig in ein Stück Folie gepackt und mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank gestellt. Ich habe extra den Teig abends für den nächsten Tag vorbereitet.  Aber man kann ihn auch morgens machen und dann abends verarbeiten.

Nun wird der Teig aus den Kühlschrank genommen und mit etwas Mehl zur gewünschten Dicke ausgerollt und dann in die Form gelegt. Mit einer Gabel hab ich ein paar Löcher rein gestochen.

Lauch und Spitzpaprika putzen und in Scheiben schneiden. Tomaten halbieren oder vierteln. Knoblauch pressen oder dünn in Scheiben schneiden und zusammen mit Lauch, Spitzpaprika, Tomaten und Speckwürfeln auf dem Teig verteilen. Käse, Creme Fraiche, Sahne & Eier in eine Schüssel tun, verrühren und über das Gemüse giessen.

Nun kann die Quiche in den Ofen. Den Backofen habe ich auf 200 Grad vorgeheizt. Die Quiche braucht bei 200 Grad etwa 40 – 45 Minuten bis sie fertig ist.

So  sieht sie fertig aus. Wenn ihr die Quiche als Vorspeise braucht reicht es für 8 Personen. Wenn ihr zum Hauptgang essen wollt mit ein bunten gemischten Salat reicht die Quiche für 4 Personen.

Mein Tipp: Wir freuen uns immer wenn was von der Quiche übrig bleibt, da es am nächsten Tag noch besser schmeckt.

Habt ihr eine Lieblings Füllung? Freue mich, wenn ihr das in den Kommentaren hinterlasst und ich es beim nächsten mal ausprobieren kann.

Jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim nachmachen! Und lasst es euch schmecken.

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Christbaumkugeln aus Lebkuchen

Letztes Jahr habe ich mir das Buch Kekskunst gekauft und es ist nachdem ich es mal kurz durch geblättert habe in meinem Regal gelandet. Da besagtes Regal mittlerweile aus allen Nähten platzt habe ich es vor ein paar Wochen mal aussortiert. Jedes Backbuch habe ich mir genauer angeschaut und entschieden ob es bleiben darf oder nicht. In dem Buch Kekskunst habe ich Christbaumkugeln aus Lebkuchen entdeckt.

Ich fand die Idee so toll, das ich dieses Jahr mit den Christbaumkugeln aus Lebkuchen in die Weihnachtsbäckerei gestartet bin. Man braucht Lebkuchen, der nach dem backen hart wird, sehr dickflüssigen Zuckerguss und Silikonformen, die halb rund sind. Die Autorin nimmt Silikonformen mit ca. 7cm Durchmesser, sowas habe ich nicht zu Hause und ich war zu geizig sie mir extra dafür zu kaufen. Beim Ikea habe ich eine Silikonform für Cakepops für unter 6CHF gefunden und sofort zugeschlagen.

Normalerweise poste ich keine Rezepte 1:1 aus Koch- oder Backbüchern, aber die Rezepte für Lebkuchen, die nach dem Backen hart werden sind sich so ähnlich, das ich hier mal eine Ausnahme mache. Ihr könnt natürlich auch ein eigenes Rezept nehmen. Wenn ich Zeit habe werde ich das Ganze mal mit Butterplätzchen ausprobieren. Ich kann mir vorstellen das das auch gut funktioniert. Die Rezepte für Lebkuchen und Zuckerguss stelle ich ans Ende meines Blogposts.

Also, ihr braucht eine Portion Lebkuchen. Laut Anleitung musste meine Silikonform eingefettet werden, das habe ich auch erst mal gemacht. Den Lebkuchenteig portionsweise  7mm dick ausrollen und Kreise, die ca. 2cm grösser sind als der Durchmesser der Silikonform, ausstechen. Dann auf die Silikonform legen und darauf achten das der Teig schön glatt ist. Bei meiner Form waren die Halbkreise so nah beieinander, das ich die Teigkreise versetzt auf die Form getan habe damit sie nicht zusammen backen. Jetzt nach Anleitung (bei mir ca. 10min bei 200°C) backen und auf der Form fast komplett auskühlen lassen bevor man die Halbkugeln von der Form nimmt. Ich habe das Ganze mehrere Mal gemacht, bis mein Teig aufgebraucht war.

Nach dem Auskühlen die Kanten der Halbkugeln bei Bedarf mit einer Zitronenreibe begradigen.

  

Jetzt einen wirklich dicken Zuckerguss anrühren. Ich mache Zuckerguss zum dekorieren von Plätzchen immer mit frischem Eiweiss, Puderzucker und ein bisschen Zitronensaft. ¼ – ⅓ vom Zuckerguss abfüllen und mit brauner Lebensmittelfarbe so braun färben, das der Zuckerguss ungefähr die Farbe von dem Lebkuchen hat. In einen Spritzbeutel füllen und in den Kühlschrank legen. Den weissen Zuckerguss mit Zitronensaft tröpfchenweise so verdünnen, das der Zuckerguss weich und zähflüssig ist, auch in einen Spritzbeutel füllen und die Spitze abschneiden.

Je zwei Halbkugeln im gleichen Muster verzieren, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Den Zuckerguss mehre Stunden trocknen lassen.

Jetzt Zahnstocher in drei Teile teilen. Bei grösseren Kugeln braucht man grössere Teile vom Zahnstocher. Das gewünschte Schleifenband zu Schlaufen um ein Stück von dem Zahnstocher knoten. Ruhig einen schönen dicken Doppelknoten machen. Der Zahnstocher und der Knoten sorgen dafür das das Schleifenband nicht aus der Kugel rutscht.

Vom Spritzbeutel mit dem braunen Zuckerguss die Spitze abschneiden. Die passenden Hälften der Halbkugeln nehmen und auf den Rand der einen Hälfte den braunen Zuckerguss spritzen.

  

Das Schleifenband wie auf dem Foto positionieren. Das um den Zahnstocher geknotete Ende in die Kugel rein legen und dann die passende andere Halbkugel drauf setzen und vorsichtig fest drücken. Das Schleifenband dabei ein wenig straff ziehen damit es richtig sitzt.

 

Die „Fugen“ der Christbaumkugel bei Bedarf noch mit braunem Zuckerguss füllen und glatt streichen. Gut trocknen lassen – fertig sind die Christbaumkugeln.

Hier kommen noch die Rezepte, die ich benutzt habe:

Honiglebkuchen

150g Honig, 100g brauner Zucker, 100g Butter, 350g Mehl, ½ Päckchen Backpulver, 50g gemahlene Mandeln, 1 EL Lebkuchengewürz, 1 TL Zimtpulver, 1 EL Backkakao, 1 Prise Salz, 1 Ei

Honig, Zucker und Butter bei mittlerer Hitze langsam erhitzen bis der Zucker sich aufgelöst hat. In die Schüssel der Küchenmaschine geben und kurz abkühlen lassen. Mehl, Backpulver, Mandeln, Gewürze, Kakao und Salz mischen. Honigmischung, Mehlmischung und Ei mit dem Knethaken der Küchenmaschine (oder des Handrührgeräts) verkneten. Backofen auf 220°C (Umluft 180°C) vorheizen. Lebkuchen portionsweise ca. 7mm dick ausrollen, Motive ausstechen, ca. 10min backen.

Eiweiss-Zuckerguss

2 frische Eiweiß, 500g gesiebtes Puderzucker, Saft von ½ Zitrone

Eiweiße in einer fettfreien Schüssel steif schlagen. Puderzucker & 1EL Zitronensaft  unterrühren und mindesten weitere 5 Minuten zu einem steifen, glänzenden Zuckerguss verrühren. Der Zuckerguss ist wirklich sehr dickflüssig, fast wie Zahnpasta. Einen Teil zur Seite tun und mit Lebensmittelfarbe braun einfärben. Den restlichen Zuckerguss mit Zitronensaft tröpfchenweise verdünnen bis er weicher und zähflüssig ist. Er muss beim aufspritzen noch seine Form behalten und darf nicht verlaufen. Mit dem Zuckerguss könne die Halbkugeln verziert werden.

 

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Brotbackbasics: getrockneten Sauerteig reaktivieren

Ich backe für mein Leben gerne und ich liebe gutes Brot, vor allem Sauerteigbrot. Da es in der Schweiz keine grosse Auswahl an Sauerteigbroten gibt, habe ich vor ein paar Jahren angefangen mit Sauerteig Brote zu backen. Je länger man mit dem Sauerteig backt ihn füttert, umhegt und pflegt, desto stabiler, schmackhafter und „Gehfreudiger“ wird er. Der Nachteil: ein Sauerteig möchte einmal die Woche gefüttert werden. Da ich letztes und vorletzten Jahr an beiden Füssen den Hallux operiert bekommen habe und mit Gipsbein backen wirklich mühsam ist, musste ich den Sauerteig irgendwie konservieren. In einem Buch über Sauerteig habe ich gelesen, dass man den Sauerteig entweder einfrieren oder trocknen kann. Ich habe mich für das Trocknen entschieden.

Dafür streicht man den Sauerteig dünn auf ein Backpapier und lässt ihn ein paar Tage komplett durchtrocknen. Danach bricht man ihn in kleinere Stücke und kann ihn in einem luftdichtem Gefäss (Tupperdose, altes Marmeladeglas) kühl, trocken und dunkel für Ewigkeiten aufheben bis man ihn wieder braucht.

Sauerteig trocken

Vor zwei Wochen war es dann soweit – Heisshunger auf leckeres Sauerteigbrot! Mein getrockneter Schatz musste aufgeweckt werden. Das ist keine Zauberei und Küsse sind auch nicht involviert 😉

Den getrockneten Sauerteig in ein Schüssel geben und soviel Wasser auffüllen, dass der Sauerteig gerade bedeckt ist. Das ganze dann 3-5 Stunden stehen lassen.

Sauerteig wird eingeweicht

Der aufgeweichte Sauerteig wird dann mit 100g Mehl (ich backe mit Roggensauerteig, deshalb nehme ich dafür Roggenmehl) und 100ml lauwarmen Wasser verrührt. Das Ganze muss eine dickcremige Konsistenz haben.

Sauerteig angerührt

Die Schüssel mit Klarsichtfolie abdecken und 8 Stunden oder über Nacht stehen lassen. Dann wieder mit 100g Roggenmehl und 100ml lauwarmen Wasser verrühren und erneut 8 Stunden gehen lassen. Und dann das Ganze noch mal von vorne.

Danach sollte der Sauerteig ein wenig aufgegangen sein und Blasen haben.

Sauerteig aktiv

Die Konsistenz kann variieren, von flüssig bis cremig dick. Der Sauerteig sollte jetzt säuerlich riechen und von Blasen durchsetzt sein. Dann ist der Sauerteig aktiv und fertig zum backen. Wenn nicht, noch mal mit 100g Mehl und 100ml warmen Wasser verrühren und 8 Stunden stehen lassen.

4-5EL abnehmen, in ein sauberes Marmeladenglas füllen und im Kühlschrank parken. Nach einer Woche muss der Sauerteigansatz aus dem Kühlschrank wieder gefüttert werden. Die im Rezept angegebene Menge abwiegen und benutzten. Den Rest einfach entsorgen.

Bauernstuten

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachtrag: Ich habe einen Sauerteigbackkurs gemacht. Dort habe ich gelernt, dass das trocknen und einfrieren von Sauerteig keine gute Methode ist um Sauerteig zu konservieren weil dabei bestimmte Mikroorganismen nicht überleben. Auf Nachfrage, warum bei mir das mit dem getrockneten Sauerteig reaktivieren funktioniert, wurde mir erklärt das ich den Sauerteig so oft füttere, dass ich mir quasi einen neuen Sauerteig ansetzte. Wie man den Sauerteig besser für längere Zeit „haltbar“ macht erkläre ich demnächst in einem eigenen Blogbeitrag.