Monat: März 2016

Die dreizehnte Geschichte

Seit ein paar Monaten bin ich in einem Bookclub und habe für den Bookclub schon ein paar Bücher gelesen, die ich sonst bestimmt nicht gelesen hätte. So gibt es immer wieder Überraschungen, im Guten wie im Schlechten.

Für März sollten wir Die dreizehnte Geschichte von Diana Setterfield lesen. Ich konnte das Buch gar nicht zu Seite legen. Was für ein Schmöker! Die Geschichte ist toll und mit so vielen Wendungen; immer wenn man meint, man weiss wie die Geschichte weiter geht, kommt es anders. Es ist verwickelt und doch nicht schwer zu lesen. Es ist spannend geschrieben, es entsteht eine so tolle Atmosphäre, dass man immer weiter lesen möchte. Es gibt von allem etwas: Mord, Selbstmord, Inzucht, Freundschaft, Geschwisterliebe, Treue, Verrat…

Zum Inhalt: Margaret Lea ist ist Buchhändlerin, liebt vor allem alte Bücher und arbeitet in dem Antiquariat ihres Vaters. Eines Tages bekommt sie einen Brief von Vida Winter, einer sehr berühmten zeitgenössischen Schriftstellerin, in dem sie den Auftrag erhält Vida Winters Biografie zu schreiben. Vida Winter hat um ihr Leben immer ein grosses Geheimnis gemacht, jedem, der sie interviewt hat, hat sie eine andere Lebensgeschichte erzählt. Margaret möchte sie jetzt „die Wahrheit“ erzählen. Zuerst möchte Margaret ablehnen, fährt aber doch zu Vida Winter und wird von ihr und dem Geheimnis um Vida Winter in den Bann gezogen. Gemeinsam mit Margaret taucht man als Leser immer tiefer in die Geschichten von Vida Winter ein und muss, wie Margaret erkennen, dass nicht alles so ist, wie es zunächst scheint.

Viel näher auf den Inhalt einzugehen ohne einen Teil der Spannung kaputt machen ist schwierig. Diana Setterfield schafft es fast alle losen Handlungsstränge am Ende zusammen zu bringen. Der Einzige Kritikpunkt ist, das es am Ende auf einmal sehr schnell geht. Auf jeden Fall ist Die dreizehnte Geschichte eins der besten Bücher, dass ich in letzter Zeit gelesen habe und deshalb absolut empfehlenswert.

 

Die Last Minute Ostertüte & Karte

Ich bin eine. Ich mach die Geschenke immer auf den letzten Drücker… 🙂

Daher hab ich eine fixe Idee noch für morgen.

Als erstes die Last Minute Ostertüte!!

image

Du brauchst eine weiße oder braune Brottüte, Stift, Schere, Kleber, rosa Papier oder wie hier auf dem Bild rosa Muffinform.

Die Tüte muss in der Mitte geknickt werden und dann zeichnet ihr die Ohren ein. Jetzt werden diese ausgeschnitten.

Als nächstes kommt das rosa Papier oder die Muffinform 2mal und schneidet ovale Stücke aus. Diese werden jetzt in der Mitte der Ohren geklebt.

Jetzt noch schnell Augen, Nase & Mund drauf malen und schon könnt ihr die Tüten befüllen. Zum Schluss wird diese mit einem schönen Band verschlossenen.

Hier kommt die fixe Karte!

image

Hierfür braucht ihr ein Karten Rohling oder bunte Pappe und Falte diese zu einer Karte, braune & weiße Farbe, einen schwarzen Stift & deine eigene Hand!

Ich hatte zuhause noch Karten, daher hab ich direkt losgelegt.

Als erstes habe ich mir meine Handfläche, alle Finger außer den Daumen angemalt und einen Handabdruck auf die Karte gemacht!

Mit weißer Farbe habe ich die Mitte der Ohren ausgemalt. Jetzt muss man warten bis es getrocknet ist.

Wenn alles trocken ist könnt ihr das Gesicht drauf malen! Ich habe an einem Ohr noch schnell eine Schleife gemalt. Und fertig ist die Karte!

So hat man alles für Ostern noch schnell fertig!

Viel Spaß beim Gestalten!!!

 

Osterhasen und Lämmer

Für das Osterwochenende kommen hier noch ein paar tolle Osterhasen und Osterlämmer, die man super mit Kindern machen kann und sehr lecker schmecken. Ich habe die Rezepte vor Urzeiten aus irgendwelchen Zeitschriften gerissen und sie beim Aussortieren gefunden.

Die Hasengesichter gehen super einfach. Man macht einen Zwillingsteig, d.h. dass man einen Hefeteig und einen Knetteig macht und die dann miteinander verknetet. Das macht den Teig ein wenig mürber als den klassischen Hefeteig. Aber man kann die Hasengesichter auch mit jedem klassischem Hefeteig machen. Ich habe den Teig zubereitet und portioniert und mein Sohn Frederik hat die Hasen danach alleine gemacht.

Um die Lämmer zu formen braucht man ein bisschen mehr Übung, aber gemeinsam klappt auch das gut.

Osterhasen

Osterhasen (12 Stück)

Hefeteig:

375g Mehl in einer Rührschüssel und sorgfältig mit 1 Päckchen Trockenhefe vermischen. 50g Zucker, 2 Päckchen Vanillezucker, geriebene Schale von einer Biozitrone, 1 Prise Salz; 1 Ei, 1 Eiweiss, 50 ml warme Milch und 150 Creme Fraîche hinzufügen und alles mit dem Knethaken einer Küchenmaschine oder eines Handrührgeräts kurz auf niedrigster Stufe verrühren. Dann auf höchster Stufe 5 Minuten zu einem glatten Teig verarbeiten. Teig abdecken und 1 Stunde, oder bis der Teig sich sichtbar vergrößert hat, gehen lassen.

Knetteig:

150g Mehl, 50g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 1 Pr. Salz, 100g weiche Butter zu einem einem glatten Teig verkneten.

Zwillingsteig

Zwillingsteig

Den gegangenen Hefeteig gut mit dem Knetteig verkneten. Ich mache das in meiner Küchenmaschine, aber man kann das auch mit der Hand auf der Arbeitsplatte machen. Teig zu einer Rolle formen und in 12 gleich grosse Stücke schneiden.

Zwillingsteigrolle

Jedes Stück zu einem grossen Ei (etwa Handgross) formen und flach drücken. Das spitze Ende bis ca. zur Hälfte einschneiden und Ohren formen.

Eiform   Ei einschneiden

Die Teigstücke auf das Backblech legen. 1 Eigelb mit 1 EL Milch verrühren und die Teilstücke damit besteichen. Rosinen, Haselnüsse oder getrocknete Cranberries als Augen und Schnauze in den Teig drücken. Spaghetti in kleine Stücke brechen oder Mandelstifte nehmen und sie als Barthaare in den Teig drücken. Frederik liebt Hagelzucker, deshalb hat er die Ohren damit dekoriert.

Hasengesichter   Bart stecken

Die Hasengesichter noch mal 15min gehen lassen und dann 15min bei Umluft 160°C, Ober-/Unterhitze 180°C backen. Nach dem Backen auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und in den nächsten zwei Tagen aufessen.

Rezept zum Ausdrucken hier:  Osterhasen.

 

Osterlämmer

Osterlämmer (12 Stück)

Hefeteig:

1/2 Würfel frische Hefe in 150ml lauwarmer Milch auflösen und 10min gehen lassen. 400g Mehl, 1/2 TL Salz, 120g Zucker gut mischen, dann 80g weiche Butter, 1 zimmerwarmes Ei und die Hefemilch dazu geben und zu einem glatten Teig kneten. Zugedeckt bei Raumtemperatur 2 Stunden, oder bis der Teig sich verdoppelt hat, gehen lassen.

Belag:

100g Zucker, 60g Mehl, 40g flüssige Butter, 2EL Zitronensaft gut mischen und zur Seite stellen.

Vom Hefeteig ein kleines Stück für die Ohren zur Seite nehmen. Den restlichen Teig in 6 gleich grosse Stücke teilen. Aus jedem Stück ein Rechteck formen, das Rechteck flach drücken, das Lamm formen. Bei mir sah es ohne das „Fell“ zuerst immer in bisschen wie ein Hund aus, aber das Fell macht dann das Schaf 😉 . 1 Ei verrühren, die Grundform damit abstreichen, ein Ohr formen, auf Lamm legen und auch mit Ei abstreichen. 1 Haselnuss oder 1 Rosine als Auge in den Lammkopf drücken. Dann den Belag als Fell auf dem Lamm verteilen.

Osterlamm1  Osterlamm2

Osterlamm3  Osterlamm4

Die Lämmer 20min bei 160°C Umluft oder 180°C Ober-/Unterhitze backen. Auf einem Kuchenrost abkühlen lassen und am besten noch am gleichen Tag geniessen.

Das Rezept zum Ausdrucken gibt es hier: Osterlämmer

Frohe Ostern!

Egghunt – Eierjagd

Ostermontag haben wir Freunde und Familie zum Osterbrunch eingeladen. Wir dürfen Nachbarsgarten mitbenutzen. Eigentlich schaut es so aus, als wäre es ein Grundstück. Und in Nachbarsgarten stehen viele Apfelbäume. Sozusagen eine Streuobstwiese vor meiner eigenen Haustüre. Wenn ich könnte, dann würde ich Ostern um die Apfelbaumblüte legen. Das wäre vielleicht ein Traum. Tja, leider bleibt das ein Traum 😉 Und deshalb bestelle ich im Moment schönes Wetter für Ostermontag. Damit wir den Brunch auch wirklich im Garten veranstalten können. Also drückt mir die Daumen, dass das klappt. Dieses Jahr ist eine Premiere, es sind nämlich 4-7 Kinder dabei. Und ich wollte schon immer eine Eiersuche im Garten veranstalten. Hej was für eine Ausrede brauch ich denn sonst noch!?

Vor ein paar Tagen habe ich im Internet eine tolle Idee gefunden. Eine Mama hat einen Spring Scavenger Hunt vorbereitet. Mir fällt kein deutsches Wort dafür ein. Es ist eine Jagd auf Zeit. Bei dieser Jagd müssen vorher festgelegte Dinge gesammelt werden.  Schaut Euch diesen Spring Scavenger Hunt einfach mal an. Die Idee gefiel mir so gut, dass ich sie für Ostern umgewandelt habe. Zuerst habe ich mir überlegt was man in unserem Garten sammeln kann. Und dann hatte ich plötzlich so viel vor mir liegen, dass die Kids fast zwei Eierkartons voll bekommen. Und das noch ohne Schokolade

Frühlingserwachen

Die Sachen habe ich fotografiert und dann mit PicMonkey in ein Collage umgewandelt.

Hier ist die erste Auswahl für unsere Ostereiersuche.

egg hunt

Allerdings hab ich Feuer gefangen. Es könnte gut sein, dass ich bis Ostermontag noch öfter was verändere…. 😉  Zum Ausdrucken habe ich mir die Collage in ein word Dokument eingefügt. Dann ausgeschnitten und auf einen Eierkarton geklebt.

fertiger Eierkarton

Natürlich kann man auch einfach nur Ostereier suchen und die in einem Körbchen sammeln. So wie wir das früher gemacht haben. Und für alle, die sich Zeit sparen wollen habe ich hier mal zwei Vordrucke. Einfach ausdrucken, ausschneiden und auf einen Eierkarton kleben.

Eierkarton Vordruck

Frühlingserwachen Vordruck

Viel Spaß bei der Ostereiersuche!

 

Ruths Pesto

Pesto kann man auf tausend verschiedene Arten machen. Ich war da die letzten Jahre sehr experimentierfreudig. Rotes Pesto aus getrockneten Tomaten mit Pinienkernen, Pesto aus Haselnüssen und Thymian, mit Walnüssen und Rosmarin, im Sommer mit allen frischen Kräuter, die im Garten wachsen mit verschiedenen Nüssen. Und natürlich der Klassiker: Pesto alla genovese mit Pinienkernen und Basilikum.

Wenn meine Jungs sich Pesto wünschen, schiebt Frederik immer hinterher: „Aber grünes Pesto!“ aus Angst ich könnte wieder experimentieren 😉  Allerdings ist unser grünes Pesto nicht das klassische Pesto alla genovese.  Einmal habe ich vergessen Pinienkerne zu kaufen und habe stattdessen Cashewkerne genommen. Das hat uns ziemlich gut geschmeckt und ist viel billiger. Man kann Pinien- und Cashewkerne auch miteinander mischen. Meine Jungs haben es ausserdem auch lieber, wenn ich Basilikum und Petersilie mische und keinen Knoblauch nehme. So ist mit der Zeit unser ganz persönliches Pesto entstanden.

Nudeln mit Pesto

Pesto kann man in einem Mörser, mit dem Pürierstab oder einem Foodprozessor herstellen. Wichtig bei allen ist, dass man zügig arbeitet und nicht zu lang zerkleinert. Wenn die Kräuter warm werden, geht Geschmack verloren und das Pesto kann sogar bitter werden.

Ich arbeite in mit einem Foodprozessor, weil ich immer direkt die doppelte Menge mache. Alle Angaben sind ungefähre Angaben. Man kann alles den persönlichen Vorlieben anpassen, mehr oder weniger Nüsse, Kräuter, Olivenöl, Parmesan nehmen…

Hier kommt also Ruths Pesto Rezept für 500g Pasta:

70-100g Cashew- oder Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl bei mittlerer Hitze rösten, bis sie anfangen zu duften. Danach klein hacken (wir haben gerne auch grössere Stücke dabei). Nebenbei Wasser für die Pasta aufsetzten und dann die Pasta kochen.

zerkleinerte Nüsse

je 1 Bund Basilikum und Petersilie (oder 2 Bund Basilikum) von den Stängeln zupfen und zu den Cashewkernen geben. Dann 1 Prise Salz und ca. 100ml sehr gutes Olivenöl zugeben und alles zur einer fest cremigen Masse verarbeiten.

Basilikum und Öl zur Pesto       geriebener Parmesan

Zum Schluss 100g geriebenen Parmesan oder Pecorino unterrühren, abschmecken und ggf. nachwürzen. Im Mörser werden die Nüsse, Basilikum und Salz (und bei Wunsch 1 Zehe Knoblauch) zerrieben und dann wird der Rest untergearbeitet.

Parmesan unterrühren  Pesto

Um das Pesto besser mit den Nudeln zu mischen, kann man entweder mehr Olivenöl unterrühren oder ein paar Löffel vom Nudelwasser. Das spart Kalorien und klappt super.

Das Pesto ist dann viel cremiger (links im Bild) als vorher (rechts im Bild) und lässt sich ganz einfach unter die Pasta rühren.

Pesto mit und ohne Nudelwasser

Pesto (das, unter das man noch kein Nudelwasser gerührt hat) kann man super aufheben. Im Kühlschrank hält es für ca. 1 Woche. Dafür das Pesto in ein verschliessbares Gefäss geben und komplett mit Olivenöl bedecken. Vor dem Verzehr einfach das Olivenöl unterrühren. Man kann Pesto aber auch super einfrieren. Dafür muss es nicht mit Olivenöl bedeckt werden und es hält locker 3 Monate.

Nudeln mit Pesto

Tipp: Pesto schmeckt nicht nur mit Pasta. Unsere Reste essen wir gerne als Brotaufstrich, unter Polenta gerührt, zu Schweinebraten, zu Fisch und auch als Dip für Chips.

Saugute Lebensmittelfarbe

Wenn ich die knatschbunten Kuchen und Gebäcke in den amerikanischen und englischen Blogs und Fernsehsendungen sehe, frage ich mich immer mit welcher Lebensmittelfarbe die das machen. Mit der klassischen flüssigen, die man so im Supermarkt kaufen kann, kann man einen Zuckerguss ja ganz passabel einfärben. Aber selbst da habe ich z.B. nie ein schönes sattes Rot hinbekommen. Und Kuchenteig so zu färben, dass die Farbe auch noch nach dem Backen kräftig und so ist, wie man sie haben will – also rot nicht rosa, blau nicht türkis usw.- nicht möglich. Ich habe mich echt durchs Sortiment probiert. Meine Schwester Sabrina hat mir sogar aus England Lebensmittelfarbe mitgebracht, aber die war auch nicht viel besser.

In Vorbereitung für einen Valentinstag – Tanzabend, den ich mit organisiert habe, war ich in Luzern im Löwencenter bei Breitenbach, einem kleinen aber feinen Haushaltswarengeschäft. Eigentlich wollte ich nur nach Zuckerstreuseln in Herzform suchen, bin dann aber auf die Lebensmittelpaste von Städter gestossen. Der Verkäufer war super nett und hat sie mir wärmstens empfohlen.  Sie würde auch super in Cremes funktionieren, ist backstabil und sehr ergiebig. Wie die Farbe werden soll kann man hinten auf der Verpackung oder vorne unten am bunten Streifen sehen.

IMG_7940

Ich habe mir mal zwei Farben passend zum Valentinstag geholt. Theodor wollte unbedingt einen bestimmten Kuchen backen und der war perfekt um die Paste zu testen.

Herzkuchen

Für die Herzen im Schokokuchen backt man vorher einen Biskuit in einer 24cm Springform. Für den Teig sollte man 1/4 TL von der Paste nehmen. Die Paste ist sehr zäh und wollte nicht vom Löffel runter, weshalb meine Hände auch schön pink waren, bevor die Paste im Teig gelandet ist.

IMG_7939

Nach dem Backen war der Teig wirklich schön rosa. Nicht 100% so wir auf der Rückseite, aber fast, und das bei nur 1/4 TL auf die Menge Teig!

Mittlerweile habe ich auch einen Zuckerguss und eine Buttercreme damit gemacht. Die Farbe war super! Ich bin total begeistert und werde keine anderen Lebensmittelfarbe mehr benutzten.

Heute habe ich das Putzen neu gelernt

Alle die mich lange kennen, wissen, dass ich das Material meiner Küchenschränke hasse. Man sieht jeden Fleck sofort, jeden Fingerabdruck – und die Flecken kann man nicht einfach so abwischen. Entweder sie bleiben oder auf den Schränken sieht man nach dem Abwischen Streifen. Deshalb hasse ich es meine Küche zu putzen. Darüber habe ich mich mit einer Freundin unterhalten, die ausgebildete Hauswirtschafterin ist. Sie hat mir angeboten mit mir zusammen meine Küche zu putzen und mir zu zeigen, wie es richtig geht. Da habe ich nicht nein gesagt.

Beim Putzen mit Lillian (meiner Putzfee) habe ich verschiedene Sachen komplett neu gelernt. Die wichtigste und mir total neue Erkenntnis ist, dass man zum Putzen immer KALTES Wasser nimmt. Moment mal, hab ich gefragt, kaltes Wasser? Hilft das warme Wasser nicht Dreck zu lösen und ist hygienischer?

Hier die wichtigsten Punkte warum man mit kaltem Wasser, höchstens handwarmen Wasser putzen sollte:

  1. In zu warmem oder heissem Wasser können Bestandteile der Putzmittel entweichen, die man dann inhaliert und das ist ungesund. Ausserdem kann die Putzkraft nachlassen
  2. Bei Wärme können eher Putzstreifen entstehen
  3. Eiweissschmutz gerinnt durch heisses Wasser und lässt sich dadurch schwerer entfernen
  4. Warme Putzmittellösungen greifen die Haut stärker an, das ist besonders wichtig für Leute wie mich, die ohne Handschuhe putzen
  5. Das einzige Putzmittel, das super mit heissem Wasser funktioniert ist Spülmittel. Ausserdem ist es ein super Fettlöser. Aber um allen Dreck zu entfernen, muss gut mit klarem Wasser nachgespült werden. Das ist zum Reinigen von Flächen nicht sehr praktisch
  6. Heisses Wasser kühlt auf den Flächen zu schnell ab um Keime abzutöten, ist also nicht hygienischer

Was mich auch sehr fasziniert hat, ist, dass Lillian sich alle Materialen, alle Oberflächen genau angeguckt hat, bevor wir sie geputzt haben. Ich habe sonst immer ein Putzmittel gekauft und es grosszügig benutzt. Oft ohne hinten die Anleitung zu lesen oder an einer unauffälligen Stelle zu testen, ob es das richtige Putzmittel für das Material ist. Falsches oder zu starkes/scharfes Putzmittel kann die Oberflächen kaputt machen, sich ins Material fressen. Dadurch können Flecken entstehen, die man nicht mehr weg bekommt.

Zum Putzen das Putzmittel ins kalte Wasser geben, einem sauberen Lappen (Mikrofaser, Vlies, Lederlappen) darin anfeuchten und über die zu reinigende Fläche gehen. Bei hartnäckigerem Schmutz einen Schwamm mit einem weissen Pad benutzten, der verkratzt fast nichts. Putzmittel wird ausserdem nicht direkt auf die Armaturen gespritzt, sondern auf den Lappen oder den Schwamm gegeben. Damit reinigt man dann die Armaturen und hartnäckigen Schmutz.

Warme Flächen lassen sich nicht streifenfrei reinigen. Herd und Backofen müssen ganz kalt sein, bevor man sie sauber macht. Zu den warmen Flächen gehört aber auch der Boden über einer Fussbodenheizung. Sie sollte man, wenn möglich, vor dem Putzen abschalten. Bei uns ist das schwierig, weil mein Boden über einen Tag braucht, um kühl zu werden und dann mindestens so lang, bis es wieder warm ist. Auf warmen Flächen trocknet das Putzwasser zu schnell und deshalb sieht man genau die „Putzrichtung“ vom Lappen.

Zum Putzen braucht man nur einen Eimer, saubere Lappen, einen Schwamm mit weissen Pad, kaltes Wasser, für die Küche einen Allzweckreiniger und einen Fettlöser, fürs Bad einen Allzweckreiniger und einen Kalklöser. Die Lappen nach Gebrauch direkt bei 60°C waschen.

Meine Küche strahlt und ich bin total begeistert.

Nachtrag: Beim Surfen bin ich auf einen Beitrag aus der SWR Sendung Kaffee oder Tee mit weiteren Tipps rund ums Putzen gestossen. Lesenswert.

Ostereier natürlich färben

Wer von Euch färbt Ostereier? Ich gerne, aber außer mir isst sie immer keiner. Deshalb färbe ich nie so viele. Aber irgendwie gehört das doch zu Ostern. Oder was meint ihr?

Vor zwei Jahren habe ich mich mit natürlicher Ostereierfärbung beschäftigt. Wenn man ehrlich ist, dann ist der Aufwand schon nicht gering. Und man muss sich in Geduld üben. Aber die Eier sehen so wunderschön aus, dass sich der Aufwand wirklich lohnt. Außerdem weiß man, woher die Farbe kommt. Und das macht jedes Ei auch wieder besonders.

Wie funktioniert es also?

Zunächst erstellt einen Farbsud. Entweder aus dem Gemüse, den Planzen,
den Wurzeln oder dem Pulver. Nimmt man Rinde oder getrocknete Beeren, dann muss man sie vor dem kochen einweichen. Nach dem Aufkochen filtert man die Planzenteile raus.

Die hartgekochten Eier legt man jetzt in den kalt gewordenen Sud.
Und ab sofort ist Geduld gefragt. Denn je intensiver die Farbe sein soll, desto länger müssen die Eier im Sud liegen. Um die Farben jetzt schön zum glänzen zu bringen, reibt man die Eier
anschließend entweder mit Speiseöl oder eine Speckschwarte ab.

Färbung der Eier

  1. Matetee (kalt)
  2. Kamilleblüten
  3. schwarzer Tee
  4. Karottensaft
  5. rote Beete Saft

Schaut mal in dem Dokument findet ihr die Materialien und Farben und die genaue Beschreibung zum ausdrucken. Viel Spaß beim Ostereier färben!

Ostereier natürlich färben